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Tag 1-4: Vancouver

Und das Abenteuer begann! Der Flug war eher so lala. Lufthansa kann ich bei Langstreckenflügen nur wärmstens empfehlen, der Service war grandios! Trotzdem ziehten sich die 10 Stunden ziemlich. In Kanada angekommen war das erste große Hindernis das Work Permit bzw. mein Visum zu bekommen. Also ab zur Grenze, wo mich ein älterer, grauhaariger Officer in Empfang nahm und mich fragte warum ich denn nach Kanada geflogen sei. Ich erzählte ihm das mit dem Working Holiday (so wird Work and Travel hier genannt) und er wollte meine Bestätigungsmail sehen. Kurzer Blick auf den Zettel, kurzer Blick in meinen Pass und schon sollte ich mein Gepäck erstmal abholen und dann zur Immigration wandern. Ich sah ihn nur verdutzt an und fragte ob des alles sei. "Ja, das ist alles, viel Erfolg!" Die Kanadier... ich hab mir im Vorfeld so viele Gedanken gemacht und dann war das ein Akt von ein paar Sekunden :D

An der Immigration lernte ich dann direkt zwei weitere Backpacker kennen. Victoria und Jonas sind mit einer Organisation geflogen und waren ebenso aufgeregt wie ich. Insgesamt mussten wir dort nochmal eine halbe Stunde auf unser amtlich beglaubigtes Work Permit warten. Die Zeit habe ich natürlich genutzt, um zu erfahren inwiefern eine Organisation sinnvoll sei. Jetzt mal ganz ehrlich, wer auch immer das hier liest und überlegt Work and Travel mit einer Organisation anzugehen. Lasst es! Ich weiß immernoch nicht wie teuer es im Endeffekt ist, aber das Geld ist es nicht wert. Man erhält Anleitungen die es auch im Internet gibt und den Flug und Unterkunft kann man auch eigenmächtig buchen. Das einzige schöne an der Organisation sind die ersten Veranstaltungen vor Ort, wo man direkt neue Verbündete kennenlernt und Tipps bekommt. Aber mein Gott ich hatte das alles nicht und hab es auch überlebt. :D Wenn ich so zurückblicke auf diese Tage, bin ich wirklich stolz, dass ich das alles eigenmächtig geschafft habe

Vom Flughafen musste ich die beiden Richtung Hostel lotsen. Wir alle kamen im Samesun Backpackers unter, direkt im Herzen Vancouvers. Das Hostel ist ziemlich cool und voll mit verschiedensten Nationalitäten. Ich kam natürlich in ein 6er Zimmer mit drei anderen Deutschen. Unter anderem wohnte auch Katja in diesem Zimmer, eine weitere Backpackerin die ebenfalls mit dieser Organisation geflogen ist. Wir haben noch ein wenig geredet und sind dann auch schnell schlafen gegangen.

Der erste Tag in Vancouver: Meine Wenigkeit war natürlich ab 4 Uhr Ortszeit hellwach, ging um halb 5 duschen und lag dann noch bis zum Frühstück um halb 8 im Bett. Bin dann mit Katja zum Frühstück gegangen und haben dort Johanna getroffen (deutsche Backpackerin auch von der Organisation). Zurück auf dem Zimmer haben mich die anderen beiden Deutschen darauf aufmerksam gemacht, das eine Tour zum Lynn Canyon gegen 10 Uhr stattfinden soll. Ich hab mich natürlich schön spontan dafür angemeldet, best decision! Lynn Canyon ist nicht nur ein wunderbarer Ort zum Wandern und Natur genießen, sondern man lernt auch direkt Hostelmenschen kennen, den Malte und den Magnus. Malte hat mir direkt nach dem Ausflug auch Gesellschaft geleistet bei der Beantragung der Steuernummer (ohne die dürfte ich nicht arbeiten). Am späteren Nachmittag habe ich aus lauter Ehrgeiz auch direkt das kanadische Bankkonto eröffnet und mich um die Simkarte gekümmert. Bäm! Schneller als die Organisationmenschen! :D Abends war im Hosteleigenen Pub dann Trivia angesagt. Ein ziemlich schwieriges Quiz, welches ich mit Malte, Magnus und Cindie nicht wirklich erfolgreich bestritten habe, aber hey, wenigstens war das Bier relativ günstig :D

Der zweite Tag in Vancouver: Heute war Craigslist mein großer Freund. Ich habe nach diversen Wohnungen und Jobs gesucht, meine Bewerbung optimiert und tausend E-Mails geschrieben. Cindie hat mir dabei sehr geholfen. Sie ist aus Toronto und wartet darauf ihren Job in Amerika anfangen zu können. Eigentlich war mein Plan mit Malte und Magnus auf den Hausberg Vancouvers zu klettern, aber das Wetter spielte nicht mit...Raincouver halt... Somit startete schon an Tag zwei die große Job- und Wohnungssuche. Prompt bekam ich auch einen Besichtigungstermin für ein Butze nur zwei Blocks entfernt! Wuhuuu! oder im Nachhinein eher Boohoo! Hätte man gerne mitten im Wohnzimmer, welches ohne Tür an die Küche angrenzte mit einer Mexikanerin die kaum Englisch sprechen konnte und einer Nordkoreanerin, wo man sich fragt wie die nach Kanada gekommen ist, wohnen wollte, dann wäre das perfekt gewesen. Für mich war es das aber eher nicht. Somit ging es wieder Richtung Hostel an den Laptop. Gott sei Dank kamen dann aber auch schnell Magnus und Malte vorbei und holten mich für ein Bier im Pub ab. Ein Bier...die größte Lüge der Menschheit. Nachdem auch noch Cindie und ihr Kumpel Andrew dazukamen und wir die Kartenspiele ausgepackt haben, war auch schon klar, dass es nicht bei einem Bier bleiben sollte...

Der dritte Tag in Vancouver: Dieser Tag war nicht mein glorreichster. Ich sollte aufhören mit den deutschen Backpackern zu quatschen. Wir sind alle super unsicher und haben keine Ahnung, ob das alles so funktioniert wie wir es uns vorstellen. Wenn alle so denken zieht das einen extrem runter. Insgesamt bin ich mir im Moment sehr unsicher ob das alles so das richtige für mich ist. Ich liebe es zu reisen und neue Orte zu entdecken. Die vier Wochen im letzten Jahr in Nordamerika waren schon ziemlich cool und ich habe so interessante Menschen kennengelernt. Das ist irgendwie alles anders hier. Ich bin nicht die Person die weiterzieht, sondern ich bleibe hier und alle die ich bis jetzt kennengelernt habe ziehen weiter. Die Job- und Wohnungssuche ist ziemlich hart hier in Vancouver. Es macht auch Sinn erst eine Wohnung zu suchen und dann erst einen Job, um nicht jeden Tag kilometerweit fahren zu müssen. Aber finde mal eine Wohnung hier die man bezahlen kann... Aus meinen anfänglichen 11 Monaten die ich hier bleiben wollte bin ich schon soweit das ich sage, ich bin froh wenn ich Silvester hier noch verbringen kann. Außerdem vermisse ich extrem meine Liebsten daheim...

Der vierte Tag in Vancouver: Ich muss raus aus meinem Tief und habe mir vorgenommen den Granville Island Market zu besuchen. Dieser besteht aus vielen kleinen Geschäften auf einer Insel in Vancouver. Ziemlich schnuckelig alles. In den Läden konnte man richtig schön rumstöbern. Fast für jede Person hätte ich ein kleines Mitbringsel kaufen können, aber das schleppe ich natürlich nicht ganze Zeit mit mir mit Nach 4 Stunden Erkundungstour ging es zurück zum Hostel, wo ich in meinen E-Mails zwei Bewerbungsgespräch für Whistler fand. Ich war etwas baff und entschied innerhalb von Sekunden am morgigen Tag Richtung Norden nach Whistler zu fahren. Bus wurde gebucht, Hostelübernachtung in Vancouver gestrichen, neues Hostel in Whistler gebucht. Aufregend! Mit Whistler habe ich ein echt gutes Gefühl!

30.9.16 20:43


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Working Holiday in Canada - Der Anfang

Wie kommt man auf die Idee für einige Monate nach Kanada zu reisen und Work and Travel dort zu betreiben? Für mich fiel der Entschluss, als ich letzten Jahres für vier Wochen einen Roadtrip entlang der nordamerikanischen Westküste machte. Unter anderem besuchte ich für zehn Tage die Kanadier und war ab der ersten Sekunde von deren Herzlichkeit und wunderbaren Natur begeistert. Nachdem ich in diesen vier Wochen dazu noch unzählige Backpacker kennengelernt habe und mich in die Lebensart Backpacking reingehorcht habe, war ich davon überzeugt: Ich will genau das machen!

Es folgten Wochen der Registrierung eines Working Holiday Visums und weitere Wochen der Ungewissheit, ob ich dieses bekommen würde. Im März/April 2016 war es dann klar. Ich hatte die Erlaubnis und durfte mein Kanada-Abenteuer endlich angehen. 

Diese Planungszeit war unfassbar aufregend, aber dennoch überfiel mich immer wieder die Angst: Klappt das alles? Habe ich wirklich das richtige Visum beantragt? Was ist wenn ich keinen Job dort finde, geschweige denn von Wohnung? Ist das wirklich das richtige für mich?

Im Endeffekt musste ich das Wagnis einfach eingehen. Ich habe ja Gott sei Dank den unfassbar tollen Rückhalt in der Familie und kann jederzeit wieder zurückfliegen. Mir kann als nichts passieren

Und dann ging es am 21. September 2016 auch schon los...

30.9.16 19:41


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